Morgen steht im Gemeinderat der Punkt „Kriterien für die Zulassung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ auf der Agenda.
Was ein beschleunigendes Dokument sein könnte, um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu fördern entpuppt sich in den Unterlagen nun eher als ein Hindernis.
Sozusagen der Anti-Bau-Turbo für PV in Schelklingen
Statt jede Investition im Stadtgebiet in Zeiten magerer Einnahmen und einer katastrophalen Finanzlage zu begrüßen würde der Vorschlag zusätzliche bürokratische Hürden schaffen:
[…]
3. Steuerung des Ausbaus
Die Stadt Schelklingen wird grundsätzlich nicht mehr als zwei laufende
Planaufstellungsverfahren für Freiflächen-Solaranlagen durchführen.
Es wird eine maximale Gesamtfläche von 96,28 ha zur Verfügung gestellt.
[…]
Aus den „Kriterien für die Zulassung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen
Stadt Schelklingen“
[…]
ergibt sich eine gesamte
Flächenverfügbarkeit von 96,28 ha. Abzüglich der abgeschlossenen Planungen sowie der
laufenden Planung im Umfang von insgesamt 71,48 ha verbleibt eine Fläche von 24,80 ha,
die für die Errichtung von PV-Freiflächenanlagen derzeit noch zur Verfügung steht.
[…]
Aus der Beschlussvorlage (V/2026/064)
Aus meiner Sicht kommt das einem PV-Stopp 2.0 in Schelklingen gleich.
Nimmt man die gerade beschlossene PV -Freiflächenanlage in Hausen als Referenz (14,34Ha), bedeutete das, dass gerade mal noch eine bzw. max. 2 kleinere Freiflächenanlagen möglich wären.
Unsere Stadtkasse kann sich den „Luxus“ Investoren zu verprellen nicht leisten.
Unser Klima erst recht nicht!
Nachbargemeinden haben ähnliche Finanzprobleme wie Schelklingen, setzen in Ihren Entscheidungen aber mutige und betriebswirtschaftlich sinnvolle Impulse.
So zum Beispiel Altheim, wo eine PV-Anlage entstehen soll, die größer ist als das Dorf selbst.