Stadtwald: Betriebsplan und Klimaschäden
Der Fachdienstleiter, Herr Dr. Duvenhorst und unser Revierleiter, Herr Langlouis, berichteten ausführlich über das vergangene Wirtschaftsjahr.
Betriebswirtschaftlich wird das Jahr 2026 – auf Grund des guten Holzmarkts – ein sehr erfreuliches Ergebnis mit einem Überschuß von ca. 100.000€ abliefern und gleichzeitig in Wegebau und Reparaturen investieren.
Ebenso lobenswert ist die Teilnahme an einem LVA-Projekt, welches zum Ziel hat, das Wasser von Forstwegen im Wald zu halten.
Allerdings besteht aus Sicht der Experten aller Grund zur Sorge, dass der Waldumbau mit dem Klimawandel nicht Schritt halten kann:
So habe der wärmste Sommer seit 1985 in Kombination mit den aufgetretenen „Wüstentagen“ und der Niederschlagsmenge, die nur die Hälfte des üblichen Betrug, zu massiven Schäden am Schelklinger Baumbestand gesorgt.
Unglücklicherweise seien vor allem auch die, eigentlich als klimawandelangepasst geltenden, Buchen massiv von Trockenschäden und Absterben betroffen.
Bedingt durch die Schwächung der Bäume kann auch der Borkenkäfer wieder massiv zuschlagen.
Auch der Waldumbau zur Klimaanpassung erlitt große Rückschläge. Hitzebedingt überlebten viele Neuanpflanzungen nicht. Weitere Mehrkosten durch ungeplante zusätzliche Aufforstungen sind durch die Juni-Sturmschäden in Hütten entstanden.
Auch die Biosphärenwälder sind ebenso von diesen Problemen betroffen. Die natürliche Anpassung kann auch hier mit dem menschgemachten Klimawandel nicht mithalten.
Für das Jahr 2027 wird erwartet, dass die Probleme weiter anhalten. Auf der finanziellen Seite wird trotz sinkender Holzpreise noch erwartet, eine schwarze Null erzielen zu können.
Kommandantenwahl der Feuerwehr, Abteilung Schmiechen
Im Gemeinderat wurden die Wahlen der Schmiechener Feuerwehr bestätigt.
Herzlichen Gückwunsch an Marcel Kohn (Abteilungskommandant der Abteilung Schmiechen), Florian Schleicher und Andreas Bastian (1. und 2. Stellvertreter).
Kein Tempo 30 in der Blaubeurer Straße
Entgegen der Empfehlung von Landratsamt und Polizei wurden die Sorgen direkter Anwohner von der Mehrheit des Gemeinderats geringer gewichtet als die Möglichkeit einer zügigen Durchfahrt durch die Blaubeurer Straße.
Bei einer Strecke von 1,3km errechnet sich bei bei 30km/h eine Fahrtdauer von 2,6 min und bei 40km/h von 1,95 min.
Weniger Lärm, besserer Fußgängerschutz und eine einheitliche Geschwindigkeitsregelung hätte den einzelnen Autofahrer lediglich eine gute halbe Minute gekostet.
Wir wünschen uns, dass beim Thema Verkehr in Zukunft weniger emotional sondern stattdessen faktenbasiert gearbeitet wird.
Ein Thema das deutlich drängender ist, als die Grabenkämpfe um Tempo 30, ist die katastrophal gestaltete Kreuzung an Blaubeurer- und Bahnhofsstraße.
Diese Kreuzung sorgt für massiven Zeitverlust bei Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern, Verkehrslärm und lästigen Umgehungsverkehr durch Alemannen-, Kelten- und Blaubeurerstraße.
Tempo 30 hat auf den Verkehrsfluss im Vergleich dazu praktisch keine Auswirkung.
Kreditaufnahme für den Eigenbetrieb Wasserversorgung
Der nötigen Kreditaufnahme haben wir trotz der Haushaltslage zugestimmt. Diese Investition für den Bau des neuen Hochbehälters ist zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung unverzichtbar.
Stilllegung der Töpferwerkstatt im alten Spittal
Auf unsere Nachfrage beim Punkt Sonstiges wurde von Herrn Ruckh bestätigt, dass der Töpferofen im Stadtmuseum (altes Spital) aus Kosten- und Brandschutzgründen stillgelegt werden soll.
HIer wird ein Stück Handwerkskultur in Schelklingen geopfert.
Kurzfristig könne das das Ende der beliebten Töpferkurse – u.a. in der Kinderferienbetreuung – bedeuten.
Langfristig verlieren wir hier einen potentiellen Tourismusmagnet und einen Teil unserer kulturellen Identität als Hafenstadt.
Im Nachgang der Sitzung haben wir am 22. Oktober bei der Verwaltung angefragt, um welche Kosten es hier konkret geht, welche Brandschutzvorgaben sich geändert haben und was eine Umsetzung dieser Vorgaben auf der Kostenseite bedeuten würde.
Eine gute Informationslage ist für die Stadträte mit Blick auf die Haushaltsberatungen für das Jahr 2027 bei diesem Thema dringend erforderlich.